Welches „Schweinderl“ hätten Sie jetzt gerne Herr Walter Röhrl?

Was für  ein großartiges Wochenende für Walter Röhrl!

Ein Minimum von 10 Autos,, die alle gefahren und geliebt und gehasst wurden…..alle viel PS, alle großartiges Design, vielfältige Nationalitäten, und ganz wunderbare Mit- Rennfahrer als Mit- Bewerber um  die schnellste Zeit und den schönsten Drift.

Bei jedem seiner Demonstrationsläufe auf der sechs Kilometer langen Strecke über 700 Höhenmeter ist Walter Röhrl jedesmal in zwei Fahrzeugen den Berg Hinauf geprescht. Das macht mindestens 12 verschiedene Original-Boliden in Aktion mit Walter am Steuer.  Nicht nur das! Sein damaliger Beifahrer Christian Geistdörfer bzw Rennkollege Hans-Joachim Stuck waren ihm, immer dicht auf der Stoßstange.

Und aber auch der wunderbare „Ebs“, Eberhard Mahle, mit seinen über 80 Jahren blieb nicht weit hinter Walter. Er hatte die Ehre einen rundum erneuerten Porsche 911 von 1965  zu fahren. Ein Orginal Auto mit dem Eberhard Mahle schon vor 50 Jahren  dieses Bergrennen gefahren ist. Orginal trifft Orginal.

Dazu kamen weitere Highlights, die im Rahmen der Fahrzeug-Ausstellung im historischen Fahrerlager bestaunt wurden. Ein traumhafter Wagen in goldig glitzerndem Renn Look war in jedem Fall der Porsche 924 GT, der mit Schmetterlingen im Bauch nein auf der Stoßstange bestaunt werden konnte. Es war 1981 das Trainingsauto von Walter Röhrl als er für das  Monnet-Porsche-Team fuhr.

Nach der Saison 1981 diente das Fahrzeug zu Erprobungszwecken und für Testfahrten für Händler, bevor es bei Porsche in Weissach abgestellt wurde und dort für ein Jahrzehnt in Vergessenheit geriet. Der Porsche Rennmechaniker Werner Hillburger rettete das Fahrzeug vor der Verschrottung und hat es Anfang der neunziger Jahre komplett neu aufgebaut.

Wenn es jemals ein Auto war, dass die Rallye-Welt den Kopf gestellt, dann war es der Lancia Stratos HF. Das erste Automobil absichtlich für den Wettbewerb in den Rallye-Weltmeisterschaft gebaut.

Der Stratos hat mächtiges, radikales Design, er sieht aus wie nichts vergleichbares auf der Straße. Stehend knapp über dreieinhalb Meter groß, ist  es  ein beeindruckender Anblick wenn ein Stratos durch einen europäische Rallye-Parcours durch schiesst.  Umso mehr, wenn man bedenkt, dass es wahrscheinlich eins der einzigen Ferrari-Autosist das regelmäßig mit Schlamm bedeckt gesehen wurde. Umso schöner ihn auch hier am Berg angetroffen zu haben. Gefahren wurde er hier am Rossfeld von Ulf Klenk.

Das erste Mal, als der Stratos Name der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, war im Jahr 1970 auf dem Turiner Automobilsalon als Concept Car der Lancia Stratos Zero-Anzeige auf dem Bertone-Stand. Seit her ist er wenigen aus dem Gedächtnis gegangen.

Zum Abschluss wurde uns auch noch verraten welches von den unzähligen Autos, das Lieblingsauto von Röhrl war und auch ist?

Es ist auch ein Lancia. Mit dem Lancia Rallye 037 holte Walter Röhrl 1983 die Rallye-Vizeweltmeisterschaft in der Gruppe B. Auch  Jahre später flöß das 330 PS-Monster dem Fahrer noch jede Menge Respekt ein. Eine Fahrt mit dem Boliden in der klassischen Martini-Lackierung wird zum automobilen Tanz auf der Rasierklinge.

Alles in allem ein gelungenes Event, wo wir in jedem Fall 2018 wieder dabei sind!