Epilog BRNO- die rote Macht fährt voraus!

Text: Christoph Caspary

Bilder: Hwieherzel

Heimsieg zum Saisonfinale

Mit einem souveränen Sieg feierte die Scuderia Praha, aus Tschechien, den Abschluß der diesjährigen 24h Rennserie des holländischen Promoters Creventic.

Beim Epilog 24h im südmährischen Brünn dominierte die Ferrari Mannschaft von Anfang an das Rennen. Jiri Pisarik, Josef Král, Peter Kox und Tom Onslow-Cole wurden zu keiner Zeit des Rennens wirklich gefährdet und konnten das Rennen einmal rund um die Uhr zum Schluß mit einem Vorsprung von achtundreißig Runden beenden.

Einzig der Lamborghini des Grasser Racing Teams war zu Anfang in der Lage das Tempo des Ferrari an der Spitze mitzugehen. Jedoch war das Glück dem Trio Rolf Ineichen, Adrian Amstutz und Andrea Caldarelli nicht sehr hold.

Von der Pole Position aus gestartet fiel man aufgrund eines Getriebeschadens aus und konnte das Rennen nicht zu Ende fahren.

Im Laufe eines ereignisarmen Rennens erarbeitete sich schlussendlich Hofor-Racing den 2. Gesamtrang. Am Steuer des Mercedes SLS nahmen Christiaan Frankenhout, Roland Eggimann, Chantal und Michael Kroll sowie Kenneth Heyer Platz. Kenneth Heyer konnte neben dem Rat und der Unterstützung seines Teams auch wieder auf die jahrelange und erfolgreiche Erfahrung seines Vaters Hans zurückgreifen, der ebenfalls anwesend war.

Das in der Vergangenheit sehr efolgreiche Team Herberth Motorsport konnte dieses Mal nicht um den Gesamtsieg mitreden. Das Fahrerquartett des Porsche bestehend aus Daniel Allemann, Ralf Bohn sowie Alfred und Robert Renauer wurde zur Halbzeit aus dem Wettbewerb zurückgezogen.

Die letzte Mannschaft die noch für einen Gesamtsieg in Frage gekommen wäre, war das Car Collection Team mit Ihrem Audi R8. Jedoch endeten die Ambitionen schon während der Anfangsphase. Max und Gustav Edelhoff, sowie Ingo Vogler, Elmar Grimm und Johannes Kirchhoff mussten schon nach fünf Runden aufgeben und sorgten mit Ihrem brennenden Fahrzeug für die erste von mehreren Code 60 Phasen des Rennens.

Neben den bereits erwähnten Gesamtsiegern der Scuderian Praha und dem zweitplatzierten Hofor Mannschaft wurde das Podium von einem weiteren Ross aus Maranello komplettiert. Das aus der Slowakei stammende Team RPD Racing freute sich mit ihrem Ferrari 458 Challenge nicht nur über den 3. Gesamtrang. Gleichzeitig dürften Matteo Cressoni, Gregor Zsigo, Dusan Palcr und Luis Scarpaccion sich über den SP2 Klassensieg freuen. 

Da der Promoter Creventic zu Anfang der Saison ein 12 Stunden Rennen als Epilog angekündigt hatte, wurden seitens der Organisation schon zur Halbzeit  der Veranstaltung die Punkte vergeben.

Die für viele Teams mit ihren Budgetplanungen relativ kurzfristige Änderung der Distanz könnte auch ein Grund gewesen sein, warum trotz einer Starterliste von 50 Fahrzeugen leider nur 26 Fahrzeuge schlussendlich an den Start gingen.

Nach erfolgter Punktevergabe zur Halbzeit des Rennens  gingen dann in der Fahrerwertung Guillaume Roman und Stéphane Ventaja als Gesamtsieger, der diesjährigen Serie hervor. Das Team Altran Peugeot, das für die Zwei den kleinen Rennboliden einsetzte gewann dann auch das Tourenwagen-Klassement.

Den GT-Titel heimste die Flügeltürer-Mannschaft Hofor-Racing mit Ihrem Mercedes SLS für sich ein.

Die 24h Serie begibt sich jetzt erst einmal in einen knapp 3 Monate langen Winterschlaf. Mitte Januar 2017 wird es dann in den Vereinigt Arabischen Emirate auf der Strecke von Dubai zum neuerlichen Start in die Langstreckensaison gehen. Neben altbekannten Rennen auf dem südeuropäischen Festland wird es dann zum Saisonabschluß des Jahres 2017 als Neuerung ein Einladungsrennen in Cota / USA geben.