Die heiligen Hallen von Le Mans!

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13629 meter Asphalt. Asphalt, auf dem Legenden entstanden sind, auf dem Legenden entstehen. Ein paar Wochen nach dem historisch knappen 18. Gesamtsieg der Stuttgarter Porsche Mannschaft durften nun die alten Renner wieder einmal auf die Rennstrecke.

13629 meter die faszinierend sind für alle Rennsport begeisterten aus aller Welt und gerade wenn die Oldtimer auf die Strecke dürfen so wie bei den LeMans Classic 2016.

Heiß und staubig kann es in der Region Pays de la Loire werden. So auch an diesem Wochenende im Juli 2016 als über 1000 Fahrer sich mit knapp 550 historischen Rennautos noch heisere Rennen geliefert haben. 24 Stunden einmal um die Uhr, geht es zwar für die wunderschönen Renner, aus den Jahren 1923 bis 1993 nicht mehr. Aber alle 6 Stunden dürfen die Motoren über die Rennstrecke fliegen, immer eingeteilt in die verschiedenen Rennklassen. Und wenn die Traumhaften Rennwagen im Motodrom vorbei „fliegen“, fühlt sich das an wie in einem Konzertsaal. Die Luft vibriert durch den Donnerhall der Motoren.

Dazu kamen unzählige Demonstrationsläufe und Markenclubs und als Highlight ein Rennen der eigentlichen Königsklasse, der Gruppe C. Mercedes, Porsche, Space, March, Nissan und Peugeot, was für ein Starterfeld.

Heiliger Rennboden, kein Blut fließt hier durch die Adern, nur reinstes, bestes Benzin. Zuschauer, Mechaniker, Rennfahrer, jeder spürt das Adrenalin, die Spannung die über dem Track liegt. Glück kommt auf wenn man ein Wagen in  die Boxengasse zum Fahrerwechsel einbiegt. Schönste Musik kommt aus den 12-Zylinder Motoren von Porsche, Jaguar oder den Ferraris. Die Start-/Zielgerade ist der Konzertsaal. Durch die hohen Tribünen hört man jedes Ventil einzeln. Musik von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang.

Jeder versucht wach zu bleiben, bis zur Erschöpfung wird geschraubt, gefahren und auch gewonnen. Wer einschläft darf wenigstens vom Sieg träumen.